Kosten in Arbeitsrechtsangelegenheiten

In Arbeitsrechtsangelegenheiten gibt es zwei Besonderheiten.

Gerichtskosten fallen in der ersten Instanz nicht an. Die Zustellungskosten werden bei den meisten Gerichten in der Praxis nicht erhoben, da der Verwaltungsaufwand für die 11,00 €, bzw. 22,00 € zu hoch wäre.

In der ersten Instanz trägt jede Partei ihre Anwaltskosten selbst, egal ob sie gewinnt oder verliert.

Hintergrund dieser Sonderregelung war die Überlegung des Gesetzgebers, wonach der – in der Regel wirtschaftlich schwächerer – Arbeitnehmer keine Angst vor eventuellen teuren Anwaltskosten des Arbeitgebers haben sollte, die ihn davon abhalten könnten, seine Rechte einzuklagen.

Die Anwaltskosten bei Kündigungsschutzklagen sind streitwertabhängig. Der Streit-/ Gegenstandswert einer Kündigungsschutzklage entspricht regelmäßig dem dreifachen Monatsbruttogehalt.


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