Meine Berufseinstellung und meine Kanzleiphilosophie:

Die Anwaltstätigkeit im realen Leben hat nicht das Geringste mit der Darstellung im Fernsehen zu tun, wobei es egal ist, ob zum Vergleich amerikanische oder deutsche Produktionen herangezogen werden.Die Dauer der Verfahren ist wesentlich länger, worauf ich kaum Einfluss habe. Kein Anwalt kann sich nur einem Fall widmen – er würde verhungern, was ich nicht will. In der Praxis spielt wohl kaum ein Anwalt Detektiv, ich jedenfalls nicht. Eine nächtliche Erreichbarkeit ist nicht üblich, auch bei mir nicht, denn ich brauche meinen Schlaf. Ich bin weder die Buchhaltungsabteilung noch das Sekretariat kleiner bis mittelständiger Unternehmen. Ferner unterhalte ich keine Telefonauskunft. Auch als Kopieshop agiere ich nicht am Markt.

Anwälte legen einen Eid ab. Sie betrügen nicht für ihre Mandanten. Sie erpressen oder nötigen keine Gegner und sie können das Gesetz nur anwenden, aber es nicht ändern.

Dies vorangeschickt, sehe ich meine Aufgabe darin, Sie, wenn Sie denn früh genug zu mir kommen, umfassend zu beraten, um Schaden von Ihnen abzuwenden.

Im Falle einer Prozessvertretung sind Ihre Belange maßgeblich. Neben den rechtlichen Aspekten gehört hierzu die Abwägung finanzieller Risiken genau so, wie beispielsweise die der psychische Belastung eines langwierigen „Scheidungs­krieges“, weshalb ich den Streit um einen mehr als 10 Jahre alten Toaster grundsätzlich ablehne. Auch von den berühmten Streitigkeiten über Vorgartenzwerge oder den Knallerbsenstrauch unter Grundstücksnachbarn rate ich ab, denn auch wenn Sie den Rechtsstreit mit meiner Hilfe gewinnen, wird er in Zukunft nur für weiteren Streit zwischen Ihnen und Ihrem Nachbarn sorgen. Sie können sicher sein: Er will Revanche! Ich bin nicht der Überzeugung, dass dies letztendlich in Ihrem Interesse ist.

Ich behalte mir vor, einzelne Mandate abzulehnen. Nicht wegen der Hautfarbe, der Religionszugehörigkeit, der politischen Überzeugung oder anderer persönlicher Eigenschaften des Rechtssuchenden, sondern aus Überzeugung, wenn ich entweder keine Möglichkeit sehe, einen Rechtsstreit zu gewinnen, oder wenn ich einfach zu dem Schluss komme, dass ich keine optimale Interessensvertretung gewährleisten kann, weil mir dafür entweder die Zeit fehlt oder einfach auch nur deshalb, weil die Interessensvertretung ein Rechtsgebiet betrifft, auf dem mir eventuell notwendige Spezialkenntnisse fehlen.

Eines ist aber sicher: Ich führe in Ihrem Namen keine Prozesse nur zur Vermehrung meines Kontostandes oder aus akademischen Interesse, weil mich die Klärung einer Rechtsfrage schon immer einmal interessiert hat.


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