Verzicht auf die Durchführung des Versorgungsausgleichs

Auf die gesetzlich vorgeschriebene Durchführung des Versorgungsausgleichs kann nur verzichtet werden, wenn dieser im Ergebnis nur zu minimalen Ausgleichsansprüchen führen würde, zum Beispiel weil die Ehe nur von kurzer Dauer war. Auch bei selbständig tätigen Ehepaaren, die identische private Altersvorsorgen getroffen haben, kommt ein solcher Verzicht in Betracht.

Der Verzicht auf die Durchführung des Versorgungsausgleichs bedarf der gerichtlichen Genehmigung! Hintergrund sind hierbei staatliche Interessen. Der Gesetzgeber wollte es vermeiden, dass ein Ehepartner (evtl. die wegen der Kinderbetreuung nur halbtags tätige Mutter) im Rentenalter auf Sozialhilfeleistungen angewiesen ist, während der andere Ehepartner nach der Ehescheidung im Rentenalter eine üppige Rente zur Verfügung hat.


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