fiktive Abrechnung

Grundsätzlich muss kein Geschädigter eine Reparatur durchführen lassen oder sich ein Ersatzfahrzeug zulegen. Er hat vielmehr das Recht eine Abrechnung des Kfz-Schadens auf Gutachtensbasis zu verlangen. In Frage kommt dies beispielsweise dann, wenn der Geschädigte das immer noch verkehrtüchtige Fahrzeug mit der Beschädigung weiter fahren möchte, etwa weil ihn der Schaden nicht sonderlich stört. Es könnte auch sein, dass er das Kfz in Eigenarbeit reparieren möchte, etwa weil er vom Fach ist.

Wichtig ist bei der fiktiven Abrechnung, dass die gegnerische Haftpflichtversicherung nicht verpflichtet ist, die vom Gutachter ermittelte Mehrwertsteuer zu ersetzten, denn es ist, wie die obigen Beispiele zeigen, ja nicht sicher, dass diese auch anfällt.

Wenn nur vorübergehend, etwa wegen eines bevorstehenden längeren Auslandsaufenthaltes, auf die Anschaffung eines Ersatzfahrzeuges verzichtet wird, muss dies der gegnerischen Versicherung mitgeteilt, ein entsprechender Vorbehalt erklärt und eine endgültige abschließende Regulierung abgelehnt werden.


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