Totalschaden

Bei Verkehrsunfällen werden 2 Arten von Totalschäden unterschieden.

Von einem „echten Totalschaden“ spricht man, wenn das Fahrzeug so stark beschädigt wurde, dass es einfach nicht mehr repariert werden kann.

Von einem „wirtschaftlichen Totalschaden“ wird indessen gesprochen, wenn eine Reparatur des Fahrzeuges technisch zwar noch möglich ist, sich aber nicht mehr lohnt, weil die Reparatur teuerer würde, als die Beschaffung eines vergleichbaren Ersatzfahrzeuges. Vor allem bei älteren Fahrzeugen kann ein solcher „wirtschaftlicher Totalschaden“ sehr schnell und auch schon bei kleineren Beschädigungen eintreten, denn den geschätzten Reparaturkosten werden die Wiederbeschaffungskosten abzüglich des Restwertes gegenübergestellt.

Die Frage der Besteuerung dürfte zwischenzeitlich in der Rechtsprechung über die Differenzbesteuerung geklärt sein.

Aber: Nicht jede, den „wirtschaftlichen Totalschaden“ übersteigende Reparatur ist ausgeschlossen. Die Rechtsprechung billigt dem Geschädigten eine individuelle (Liebhaber-) Bindung zu und erlaubt Reparaturkosten von bis zu 130% des Wiederbeschaffungswertes abzüglich des Restwertes.


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